Ubisoft will Handel mit Gebrauchtspielen erschweren:
Der Handel mit gebrauchten Videospielen ist zahlreichen Publishern bereits seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Die Vorgehensweisen derartiges zu verhindern werden dabei immer kreativer.
So legt Electronic Arts einigen seiner Titel seit kurzem einen einmalig benutzbaren Gutschein für kostenlose Download-Inhalte bei. Wer sich einen gebrauchten Titel kauft, kann den Gutschein nachträglich für zehn US-Dollar erwerben - das sogenannte "Project 10 Dollar".
Auf dieses Vorgehen der Konkurrenz hat nun offenbar auch Ubisoft ein Auge geworfen. Das gab der CFO des Unternehmens, Alain Martinez, im Zuge einer Konferenz zum abgelaufenen Geschäftsjahr bekannt.
"Bezüglich des zu Geld machens von gebrauchten Spielen oder Download-Inhalten - die meisten der Spiele die wir kommendes Jahr veröffentlichen werden, werden vom Start weg herunterladbare Inhalte haben. Wir schauen sehr genau in Richtung EA und deren 10-Dollar-Lösung. Möglicherweise werden wir diese Richtung ebenfalls irgendwann in Zukunft einschlagen.", so Martinez.
Diese Aussage kommt in sofern nicht überraschend da erst vor kurzem die Jahresberichte vom französischen Publisher veröffentlicht wurden.
Trotz Titel wie z.B. "Assasins Creed 2" musste Ubisoft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 große Verluste einstecken. Obwohl die Einnahmen bei knapp 70 Millionen Euro liegen erlitt Ubisoft trotzdem einen Nettoverlust von fast 40 Millionen Euro. Aber trotz des Verlustes konnte Ubsoft seinen Marktanteil gegenüber dem im Vorjahr steigern.
Die wohl wichtigsten Umsatzbringer des Publishers sind die Next-Gen Konsolen (Xbox 360, PS3, Wii), mit jeweils einem Anteil von etwa 25%. Beim PC hingegen ist der Anteil von 9% im Vorjahr, auf 8% geschrumpft. Dieser Verlust ist laut Ubisoft auf die Raubkopien der Spiele zurückzuführen.
Doch Ubisoft bleibt weiter optimistisch: Im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 rechnet Firmenchef Guillemot wieder mit einer positiven Billanz. Insbesondere hofft Ubisoft auf die neuen Bewegungs-Technologien von Sony und Microsoft.
Interessante Unterhaltung im ersten drittel des Vdieos dazu.